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Kunst.Messe.Linz.2009 in der OÖ Landesgalerie

26. September 2009 @ 10:00 - 27. September 2009 @ 18:00

Preview: Freitag, 25. September, 17.00 – 18.45 Uhr

Ausstellungsdauer: Samstag, 26. September, 10.00 – 20.00 Uhr und Sonntag, 27. September, 10.00 – 18.00 Uhr 

Die Künstlervereinigung MAERZ wird durch ihre Mitglieder Alfred Grubbauer, Gerlinde Miesenböck und Elisabeth Plank in Koje 11 in der OÖ Landesgalerie, Museumsstraße 14 vertreten.

Ausstellungsrundgang "zu Egon Hofmann"
Alfred Grubbauer: Frau mit Taschen (2009)

Verschiedene Verständigungssysteme, deren Kombinationen und Erweiterungen, sind wichtige Eckpunkte der Arbeit Alfred Grubbauers in den letzten Jahren.

Bei den seit dem Jahr 2000 entstandenen Textbildern tauchen Textfragmente im Tafelbild auf. Die wichtigsten Fragestellungen sind: wie werden Texte herausgelöst aus ihrem ursprünglichen Umfeld, in einem anderen Medium “gelesen” und welchen Anspruch – der über das Rhetorische hinausgeht – stellen wir an die Sprache.

Für das Tagebuchprojekt “endlich Schnee in den Alpen” werden private und öffentliche Bild- und Textfundstücke vermischt, durch den Malprozess auf eine Ebene gebracht und erzählen eine neue Geschichte. Das Projekt erstreckt sich über vier Jahre und wird auch 2008 in Buchform unter dem Titel “endlich Schnee in den Alpen” im Verlag Bibliothek der Provinz dokumentiert.

Im Animationsfilm “endlich Schnee in den Alpen” werden die einzelnen Tagebuchbilder über ein “morphing” verbunden. Dies geschieht mit einer gezeichneten Bleistiftlinie.

Im Ton des Films findet sich eine Fortsetzung der Idee der gefundenen Bilder: Audioaufnahmen von Geräuschen und Tönen, die zerlegt, geloopt und neu zusammengesetzt eine Geräuschkomposition ergeben, liefern den Sound zur Animation.

Figurative Teile  aus den Tagebuchbildern werden zum Zeichen abstrahiert und entwickeln sich zum textilen Muster. Dieses Muster wird in verschiedenen Bildern zum Beispiel als Kleidungsstück oder als Zeltplane sichtbar und zu einer “Projektionsfläche” im realen Bild einerseits und im psychischen Sinn andererseits. “Analyse eines Sommerkleides, 2004” und “Frau mit Taschen, 2005”.

Beim Projekt “Stille Post” (gemeinsam mit Christine Schörkhuber) geht es um die Relativität von sprachlichen Verständigungssystemen und um die Heterogenität und Mehrsprachigkeit der Bevölkerung in einer Region und um Migration als Faktor einer gesellschaftlichen Weiterentwicklung.

Nach dem Prinzip des Spiels der “Stillen Post” starteten wir ein Spiel mit Sprache unter Einbezieh-ung von Menschen die mit migrantischen Hintergrund in Österreich leben. Texttransformation, Bedeutungen und das Nichtverstehen sind Themen des Projektes.

Das Objekt das visuell und akustisch im öffentlichen Raum in verschiedenen niederösterreichischen Städten 2008 installiert war, ist zur Zeit gerade in Linz am Hotel am Domplatz zu sehen und zu hören.

 
Ausstellungsrundgang "zu Egon Hofmann"
Gerlinde Miesenböck: Landschaften: Finnland (2006-2008)

Das vorgestellte fotografische Projekt will gesellschaftlich konstruierte Sehweisen auf Landschaft und Landschaftsdarstellung, vor allem der unberührten, schönen, d.h. der ästhetisch wahrnehmbaren Natur, sichtbar machen. Besonders touristische Gewohnheiten und bildnerische Praxis sind für die Entwicklung dieser Arbeit wesentlich.
Aufenthalte in Nordfinnland und Finnisch-Lappland führten zu einer intensiven Auseinander-setzung mit dem nordfinnischen Wald und die von ihm ausgelöste Irritation über das Nicht-in-die-Ferne-sehen-können, begleitet vom nordischen Klima und Licht. Die “schöne Landschaft” ist weitgehend abwesend, wird aber mit dieser Serie – den Jahresablauf reflektierend – für den Betrachter wieder hergestellt.

Reisen ist von einem starken visuellen Charakter geprägt. Pittoreske Altstädte und schöne Aussichten gehören zu den Dingen, die (wir nicht nur als) Touristen sehen wollen. Wir suchen eine atemberaubende Landschaft, die unser Herz erbeben lässt, Natur, die uns als Quelle der Inspiration erscheint, und Städte, die in einem vorindustriellen Idyll “authentisch” von Geschichte erzählen. Seit der Industriellen Revolution und der damit einhergehenden Urbanisierung steigt die Sehnsucht nach der unberührten, schönen, d.h. ästhetisch wahrnehmbaren Natur.

Finnland allerdings ist ein weithin flaches und bewaldetes Land. Für die BetrachterInnen heißt das: Es gibt keine Aussicht auf die Landschaft. Selbst auf einer Anhöhe braucht es meist erst ein Konstrukt, das über die Wipfel reicht, um in die Ferne sehen zu können. Nichts als Bäume und Gestrüpp, die gleichzeitig als wesentlicher Zweig der finnischen Wirtschaft gelten, verstellen die Sicht. Die Abwesenheit der gewünschten “schönen Landschaft”, bar jeder Fotogenität durch das fehlende Ensemble aus Elementen wie Wälder, Wiesen, Felder, Erhebungen usw. beginnt zu irritieren. Im Winter kommt die Fotografie erschwerende polare Nacht und Temperaturen, die Batterien und Hände erstarren lassen, erschwerend hinzu. Mittels Experiment, analoger, vollmechanischer Mittelformatkamera und Reflektionen über Landschaftsbilder wurde diese Serie entwickelt und über einige Jahre hinweg in allen Jahreszeiten ausgeführt.

Ausstellungsrundgang "zu Egon Hofmann"

Elisabeth Plank: o.T. (2009)

Die Malerei ist für Elisabeth Plank eine intellektuelle Disziplin. Dabei geht es nicht um ein malerisches Konzept, sondern um einen nicht medial vermittelten visuell bildnerischen Prozess, der die Sprache der Malerei selbst thematisiert.

Die Elemente der Malerei, Farbe, Form, Struktur und Raum sind dabei nicht illustrierend oder illusionistisch eingesetzt, sondern werden zur Konstruktion der Bilder verwendet. Es geht dabei auch um die Frage, ob Bilder, die sich nicht auf die medial vermittelte Bilderwelt beziehen, überhaupt noch Zeitgenossenschaft herstellen können.

Der experimentelle Zugang lässt ein Veränderungspotential offen, das ständig sich verändernde Blickwinkel auf die visuelle Fragestellung wirft. Diese Perspektivenverschiebung lässt abwechselnd mehr die Farbe, die Form, die Struktur oder den Raum stärker in den Vordergrund treten. Dabei geht es nicht um das ideale Bild, sondern um den experimentellen Prozess, der sich im Einzelbild manifestiert. 

Details

Beginn:
26. September 2009 @ 10:00
Ende:
27. September 2009 @ 18:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Maerz Galerie
Telefon:
+43 732 77 17 86
E-Mail:
galerie(at)maerz.at

Veranstaltungsort

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Linz, Oberösterreich 4020 Österreich
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