Einladungskarte NEU in der MAERZ 2018. Gestaltung: Peter Sommerauer.
MAERZ Bildende Kunst:

NEU in der MAERZ - 2018

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 29. Mai 2018, 19:30 Uhr
Künstler und Künstlerinnen: Martin Bischof, Julia Gutweniger, Susi Jirkuff, Eginhartz Kanter, Sigrid Krenner, Katharina Anna Loidl, Betty Wimmer, Markus Zeber.

Begrüßung:  Peter Sommerauer (MAERZ)

Zur Ausstellung sprechen: Ulrike Neumaier und Klaus Peter Scheuringer

Ausstellungsdauer: 30. Mai 2018 - 27. Juli 2018

Öffnungszeiten: Di-Fr: 15:00-18:00 Uhr

An Samstagen, Sonn- und Feiertagen ist die Ausstellung geschlossen.

Die MAERZ präsentiert in der Sparte Bildende Kunst ihre neuen Mitglieder.

Biografien und ausgestellte Werke der beteiligten Künstler und Künstlerinnen:

Still aus The Bitch, Videoarbeit von Susi Jirkuff, 2011

Susi Jirkuff, geboren 1966 in Linz, lebt und arbeitet in Wien. Seit 2014 Mitglied der MAERZ.

A B C16. The Elusive Life of Mr. A., 4 min 05 sec, 2010-2017.

       The Bitch, 3.35 min, 2011-2017.

       The Reality Check, 3.34 min, 2012

A B C

Eine dreiteilige Videoarbeit, in denen die Geschichte einer missglückten Begegnung von jeweils einem anderen Protagonisten erzählt wird.In 'The Elusive Life of Mr. A', dem ersten Teil, kommt Mr. A zu Wort, der seine Arbeiten zeigen möchte.'The Bitch' zählt zum unfreiwilligen Publikum, sie will lieber ihre Fernsehsendung sehen.Mr. C, ein Kurator mit Ambitionen, wird schließlich in the 'Reality Check',  zum weiteren 'Opfer' des genervten Mr.A.

The Elusive Life of Mr. A., 2010, 4 min 05 sec In einer Zeit, in der alles nach dem Licht der medialen Präsenz strebt, sammelt sich auch eine dicke Schicht an Unbeachtetem. Diese Welt erforscht Mr. A., ist aber sehr gekränkt, wenn ihm ein ähnliches Schicksal widerfährt.

The Bitch, 3.35 min, 2011Mrs. B sieht am liebsten B & B ('The Bold and The Beautiful', bei uns: 'Reich und Schön') und die Darsteller aus der Serie dienten als Vorlage für die Animation. Mrs. B nimmt dabei chamäleonartig die Charaktere der jeweiligen weiblichen Figuren ein und bewegt sich gleichzeitig innerhalb und auserhalb deren Welt.

The Reality Check, 3.34 min, 2012

Mr. C., ein junger Kurator mit hochfliegenden Plänen wird gezwungen, sich die öde Diaschau des Mr. A anzusehen.

Markus Zeber, Rendezvous (Foto einer früheren Installation)

Markus Zeber, geboren 1979 in Villach, lebt und arbeitet in Wien. Seit 2017 Mitglied der MAERZ.

Rendezvous, 2018

100x70x25cm 

 Ist Teil der Werkgruppe „Rendezvous“. 

Der Nudelteig wird im Normfall geknetet, geformt, getrocknet, gekocht, geworfen, geprüft, gekaut und verdaut.  In Rendezvous entstehen flüchtige skizzenartige Skulpturen, die auf einen zeitlich zurückliegenden Akt verweisen, dessen fragiles Relikt die Form der Nudel ist. Die Nudel selbst kann und soll vom Sammler im Bedarfsfall erneuert werden. Am punzierten Eisen wird die Nudel zum Original.

Beziehungswert , 2018

7,5x1x1 cm

Atelierguss 

 Aus regulären silbernen 10 Schillingmünzen wurden Skulpturen geschmolzen die an Nägel erinnern, obgleich die durchgehende Keilform dem widerspricht.

Einzeln oder in Gruppen an der Wand, in bestehenden oder dafür gesetzten Bohrungen arrangiert, wirft „Beziehungswert“ Fragen nach Raum, Komposition und Identifikation auf.

Wie Geld durch seine Prägung den Wert ausweist und der Nagel im Gebälk ein Konstrukt erzeugt, es zusammenhält, so arbeitet „Beziehungswert“ mit dem Vermögen Gruppen zu bilden. Gruppen wie sie am Sternenhimmel wahrgenommen werden.

Das subtile golden, rosa, bläulich, grüne Farbspiel an den unterschiedlichen „Nagelköpfen“ ergibt sich aus der Eigenart des Gussverfahrens und dessen Komponenten: flüssigem Silber, Sauerstoff so wie der oben offenen, eisernen Gussform.

Betty Wimmer, 5 Trees (Foto einer früheren Installation)

Betty Wimmer, geboren 1973 in Bad Ischl. HTBLA Hallstatt (Bildhauerei), Kunststudium (Bildhauerei, Raumstrategien, Multimedia) an der Linzer Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung (bei Erwin Reiter, Renate Herter) und an der Hochschule der Künste Berlin (bei Rebecca Horn).

Künstlerin, Performerin, Aktivistin. Die ausgebildete Bildhauerin arbeitet seit Jahren an Raum- und Designstrategien, die meist in Installationen oder Performances münden. Ausstellungen und Performances in Linz, Wien, Frankfurt, Berlin, Toulouse, Budapest, Brüssel, Basel, Köln, Bonn…

Betty Wimmer lebt und arbeitet in Linz.

trees

Die Künstlerin vermisst und dekonstruiert die scheinbare Natürlichkeit der Nadelbäume, befreit sie vom Klischee der Weihnachtlichkeit und nutzt sie sowohl als Material wie auch Thema ihrer Installation.

Sigrid Krenner, Es wird eine Zustandsanalyse durchgeführt, 2017

Sigrid Krenner, 1984 in Linz geboren, studierte bildende Kunst und Kulturwissenschaften an der Kunstuni Linz. Seit 2017 Mitglied der  MAERZ.

„Es wird eine Zustandsanalyse durchgeführt“, Installation, 2017

MDF lackiert, Dekorfolie, Teppichboden, Farbfotografie, gerahmt

400×170×150 cm

 

Gedanke ihrer Arbeit ist die Wahrnehmung und Auslegung von Alltagssprache. Es geht darum, diese bildhaft zu machen. Fragmente aus dem alltäglichen Sprachraum, erlauschte oder erlesene Worte funktionieren in Kombination mit erkennbaren Formen, um neue Geschichten zu erzählen. Sprachliche Bruchstücke werden als Titel verwendet und mit Formalem zusammengefügt, um beides zu einer neuen Aussage umzuwandeln. Es entstehen kurze, illustrative Erzählungen.

Katharina Anna Loidl, Stahlstadtstiche_KatharinaALoidl_2018

 

Katharina Anna Loidl,

geboren 1978 Linz, lebt und arbeitet in Linz.

Studium Kulturwissenschaften und Experimentelle Gestaltung am Institut Bildende Kunst der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz.

Seit 2009 als freischaffende Künstlerin in den Bereichen Fotografie, Video, Grafik und Installation tätig; seither längere Projekt- und Artist-in-Residence-Aufenthalte

in Deutschland, der Schweiz, Italien, Frankreich, Kanada, den

Vereinigten Staaten und Indonesien, u.a. Ihre Arbeiten wurden

in Einzel- und Gruppenausstellungen international

ausgestellt. Für ihre künstlerischen Werke wurde sie mit Stipendien und Anerkennungen ausgezeichnet. Des weiteren realisiert sie Werke in Zuge von Kunst-am-Bau Aufträgen. Seit 2016 Mitglied der MAERZ .

 

Stahlstadtvisionen

 Serie bearbeiteter Stahlstiche (1834-1869), 2017/18

Originale Druckgrafiken aus dem 19. Jahrhundert mit Linzer Stadtansichten bilden das Ausgangsmaterial dieser Werkserie. Aktuelle Tendenzen der Linzer Stadtentwicklung werden aufgegriffen, fiktional überzeichnet und in das historische Bildmaterial eingearbeitet. Durch den Eingriff in die Papieroberfläche und der behutsamen Abnahme der Druckerschwärze wurden Teile der Grafik entnommen und durch geometrische Körper und futuristisch anmutende Kuben ersetzt. Darunter finden sich u.a. Stadtansichten vom Pöstlingberg mit dem ehemaligen Schloss Hagen, ein Darstellung vom Jägermayrhof auf das Linzer Schloss und die Donau sowie eine Grafik mit Blick auf den Franzosenhausweg. Ein weitaus subtilerer Eingriff wurde bei dem Stahlstich mit dem Titel »Die Linzer Brücke« vorgenommen. Der Steg der Brücke wurde entfernt, sodass lediglich die Brückenpfeiler sichtbar bleiben. Idealisierte Stadtansichten der Romantik kokettieren hier mit möglichen Zukunftsvisionen.

»Wer aber soll hausen in jenen Welten, wenn sie bewohnt sein sollten?«

 Johannes Kepler zitiert in Robert Burtons „Anatomie der Melancholie“, 1621/zitiert in H. G. Wells’ „Der Krieg der Welten“, 1898

Julia Gutweniger, 1 Taube, Bleistift

Julia Gutweniger, geboren 1988 in Meran (IT), lebt und arbeitet in Linz. Seit 2017 Mitglied der MAERZ.

Die Physiotherapiepraxis, Bleistift, gerahmt

Nr. 1 (Ballon), Bleistift, Buntstift, gerahmt

Routen 11-30, Bleistift

Promenade, Bleistift, Buntstift

Cash, Bleistift, Buntstift

Luftballon, Schiffsschraube, Bleistift, Buntstift

S.O.S. (Exit), Bleistift, Buntstift, gerahmt

QQQ/Territories, Bleistift, Buntstift

Künstlicher Boden, Bleistift, gerahmt

123/Prison, Bleistift, gerahmt

 1 Taube, Bleistift

Julia Gutwenigers Zeichnungen und deren fragile und dabei doch präzise Striche beobachten und hinterfragen das menschliche Dasein und werfen ihren Blick dabei auf alltägliche, scheinbar nebensächliche Situationen. Inspiration findet sie sowohl in aufgeschnappten Gesprächsfetzen als auch in Beschilderungen, Piktogrammen und Gebrauchsanleitungen. Diese praktisch angelegten Symbole und Hinweise, Rat- und Vorschläge sind nicht nur formal, sondern vorwiegend inhaltlich interessant für Julia Gutwenigers Arbeit. In reduzierte Zeichnung übersetzt, aus dem Kontext genommen, zusammengefasst, verschoben oder verdreht, erlangen die praktischen Motive etwas sehr Seltsames, und entwickeln dabei eine ganz eigene absurde Ikonografie.

Der Hinweis wird hinfällig, der Fingerzeig verläuft im Sand. Was sollen wir nun machen?

Die Arbeiten stellen grundsätzliche Fragen, ohne Antworten darauf vorzugeben. Sie untersuchen in reduzierten Bleistiftstrichen menschliche Lösungsansätze und unseren Umgang mit unterschiedlichen Situationen, die gehandhabt werden wollen. Reduktion schafft Abstand. Mit etwas Abstand kann vieles neu betrachtet werden: Hieroglyphenartige Gebilde warten starr auf deren Ausführung, während anderswo die Unterseiten von Bodenmatten untersucht werden. Luftballonmagie wird von ungeschickten Händen ausgeführt. Die dumpfe Anwesenheit der starren Bewegung, ein lachendes und ein weinendes Auge sind zwischen den Zeilen von Julia Gutwenigers Zeichnungen zu entdecken – der leere Raum beherrscht die Stimmung. Er stellt die meisten Fragen.

Eginhartz Kanter, Still zu Aufstieg, Video, 2016

Eginhartz Kanter, geboren 1984 in Deutschland, lebt und arbeitet in Linz.

 seit 2009 Bildende Kunst / Experimentelle Gestaltung

 seit 2012 Bildende Kunst / Kulturwissenschaften. Seit 2017 Mitglied der MAERZ.

Aufstieg

Video, HU/AT, 2016

HD, 16:9, Farbe, Ton

3:11 min

Aufstieg ist ein Versuch, der massiven Ästhetik eines brutalistischen Wohnblocks eine poetische Geste entgegenzusetzen.

Die Koexistenz von Natur und Ruine wird hier durch die Aktion eines Protagonisten gebrochen.

Der Film beginnt mit einer festen Einstellung, auf der die Giebelwand eines ca. fünfstöckigen Hauses zu sehen ist.

Die Wand steht isoliert in der Natur, im Hintergrund sind keine weiteren Häuser auszumachen. Nach einigen Sekunden tritt von links eine Person ins Bild. Sie hat einen Strauß Ballons in der Hand und geht auf die Hauswand zu. In der Mitte der Wand angekommen, verharrt sie einige Augenblicke und hantiert mit dem Ballonstrauß. Schließlich lässt sie den Strauß in die Lüfte steigen und auf wundersame Weise hinterlässt er bei seinem Aufstieg eine Spur an der Wand. Die Ballons tänzeln im Wind und sorgen so für eine krakelige Linienführung. Schließlich entschwinden sie oberhalb des Hausdachs im Himmel und lassen das Haus - nun mit einer schnörkeligen Linie versehen - zurück.

Martin Bischof, Bild_IV_017, 2017

Martin Bischof, born 1979 in Bludenz, Vorarlberg, AU T

2010 - 2015 University of Art and Design Linz, Department of Fine Arts, AU T

2006 - 2010 Vienna Art School, Department of Printmaking, AUT, since 2017 Member of MAERZ.

 

 

Alle Abbildungen stammen von den Künstlern und Künstlerinnen.

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