Motiv der Einladungskarte. Copyright: Joseph Marsteurer
MAERZ Bildende Kunst:

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 13. März 2018, 19.30 Uhr
mit: Joseph Marsteurer

Begrüßung: Peter Sommerauer (MAERZ)

Einführung: Walter Seidl, Kurator


 
Ausstellungsdauer: 14. März – 11. Mai 2018

Öffnungszeiten:

Di. - Fr. 15:00 Uhr - 18:00 Uhr

Sa. 13:00 Uhr - 16:00 Uhr

An Sonn- und Feiertagen geschlossen

 Am Freitag, den 26. April und Samstag, 28. April 2018 bleibt die Ausstellung geschlossen.

 

Zentrales Thema der Farbinstallation in der MAERZ Galerie ist das offene Aufeinandertreffen von Raum und Farbmaterial – der Raum als dreidimensionaler Bildträger, das Farbmaterial (4,5 – 6m lange Farbstriche, vermessen, gewogen und archiviert) als an sich funktionsfreies Interventionsmaterial.

Den konzeptuellen Ausgangspunkt bildet eine Double-Space Situation: Eine virtuelle Raumkonstruktion wird über den Ausstellungsraum gelegt. Konkret teilt eine begehbare Farb-Wand ½ca. 12x4x1m½ den gesamten Ausstellungsraum und greift so massiv in die architektonischen Grundstrukturen ein. Raumfunktionen werden erheblich gestört bzw. verschoben und an ein nun geändertes Nutzungsprofil herangeführt.

In der Weise in der die Installation auf eine Dynamisierung des Raumes abzielt, ist diese selbst wiederum nur Angelpunkt fortlaufender Neustrukturierung – das Verändern wird zum eigentlichen Aspekt des Werkes. Die dreidimensionalen Bildkonstruktionen sind stets nur auf den Moment reduzierte Fixierungen und erweisen sich in ihrer Grundausrichtung als beweglich, variabel und funktional instabil. Dieser Werksicht folgend wird Marsteurer die Installation während der 7-wöchigen Laufzeit wiederholt abtragen und neu entwerfen.

Zwischenräume, Übergänge und Leeren beanspruchen in diesem ästhetischen Entwurf das eigentliche Zentrum der kunstästhetischen Äußerung. In diesem Sinne wird das Ausstellungsgeschehen sukzessive weitergetrieben – das Farbmaterial durch den Raum bewegt. Formationen entstehen und verschwinden, stellen Behauptungen in den Raum, nur um diese wieder zurückzunehmen. Marsteurer entwickelt hier eine raum- und zeitumfassende Arbeit, Ausstellungsraum und Ausstellungsdauer begrenzen den Werkraum, in dem im Ineinander von Entstehen und Vergehen die ästhetische Aussage getroffen wird. Mit dem finalen Abbau ist die Arbeit dann auch vollendet=beendet.

Ausstellungsansicht 1 "Ästhetische Vermessungen" © Joseph Marsteurer

Ausstellungsansicht 1 "Ästhetische Vermessungen" © Joseph Marsteurer

Ausstellungsansicht 2 "Ästhetische Vermessungen" © Joseph Marsteurer

Ausstellungsansicht 2 "Ästhetische Vermessungen" © Joseph Marsteurer

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