Sprechbohrer: Georg Sachse, Harald Muenz, Sigrid Sachse Foto: Sprechbohrer
MAERZ Literatur:

Autorenmusik

maerz_sprachkunst_05 Donnerstag und Freitag, 23. und 24. November, jeweils ab 18:30 Uhr
mit: sprechbohrer (Sigrid Sachse, Harald Muenz, Georg Sachse), Crauss, Florian Neuner/Christoph Herndler, Karin Spielhofer, Robert Stähr, Christian Steinbacher, Mathias Traxler und Elisabeth Wandeler-Deck

Autorenmusik

In einem 1977 publizierten Essay hat Helmut Heißenbüttel für „Werke von Schriftstellern und Komponisten, die im Grenzbereich von Musik und Sprache mit experimentellen Methoden neue Möglichkeiten der poetischen Zeichenbildung und der ästhetischen Wahrnehmung erkunden“ den Begriff „Autoren-Musik“ geprägt. Damit ist exakt das Interessensgebiet des SprachKunstTrios sprechbohrer bezeichnet, dessen Repertoire Werke u. a. von Kurt Schwitters, Dieter Schnebel, Gerhard Rühm, Oskar Pastior und John Cage umfaßt und das 2010 zum ersten Mal die Textkomposition Fa:m’ Ahniesgwow von Hans G Helms komplett aufführte. In Kooperation mit MAERZ haben die sprechbohrer Autorinnen und Autoren dazu eingeladen, dieses Repertoire zu erweitern.

Donnerstag, 23. November 2017

18:30

Sprachmusik und Klangdichtung

Harald Muenz und Florian Neuner im Gespräch über das Projekt Autorenmusik

20:00

Autorenmusik I: die Stimmen der Dichter

Mit Crauss. (Siegen), Florian Neuner (Berlin), Karin Spielhofer (Wien), Robert Stähr (Linz), Christian Steinbacher (Linz), Mathias Traxler (Berlin) und Elisabeth Wandeler-Deck (Zürich)

Freitag, 24. November 2017

18:30

Im Zwischenreich von Musik und Sprache

Ein Gespräch mit Christoph Herndler, Christian Steinbacher und Elisabeth Wandeler-Deck

Moderation: Florian Neuner

20:00

Autorenmusik II: Kompositionen für phonetische Stimmen

Crauss: IO [home]

Christoph Herndler / Florian Neuner: Wo ist der Ausweg? (WNLIA)

Karin Spielhofer: eben noch nicht

Robert Stähr: LINSE

Christian Steinbacher: Dösender Grünspan

Mathias Traxler: „Ich les doch nicht, was da geschrieben steht“

Elisabeth Wandeler-Deck: Das a. Das i. Was kann der Umlaut.

sprechbohrer – Phonetisch-musikalisches SprachKunstTrio

Sigrid Sachse, Harald Muenz und Georg Sachse, phonetische Stimmen

Crauss.

*1971, lebt als Autor und Dozent für kreatives Schreiben in Siegen. Zuletzt: DIESER JUNGE. DIGITAL TOES (Berlin: Verlagshaus Berlin 2016)

Christoph Herndler

*1964, lebt als Komponist in Gaspoltshofen. Zu seinen Arbeiten zählen neben graphischen und intermedialen Partituren auch Notationsobjekte und Videoarbeiten.

Florian Neuner

*1972, lebt als Autor, Kurator und Herausgeber der Zeitschrift Idiome. Hefte für Neue Prosa in Berlin. Zuletzt: Drei Tote (Ostheim/Rhön: Peter Engstler 2017)

Karin Spielhofer

*1942, lebt als Autorin und Radiokünstlerin in Wien. Zuletzt: Ausfall der Schwerkraft. Eine Selbsterfindung (Wien: Klever 2015)

Robert Stähr

*1960, lebt als Autor und Verlagslektor in Linz. Zuletzt: Der Brief (Wien: Passagen 2015)

Christian Steinbacher

*1960, lebt als Autor und Kurator in Linz. Zuletzt: Gräser im Wind. Ein Abgleich (Wien: Czernin 2017)

Mathias Traxler

*1973, lebt als Autor und Übersetzer in Berlin. Zuletzt: Unterhaltungsessays (Berlin: kookbooks 2016)

Elisabeth Wandeler-Deck

*1939, lebt als Autorin und improvisierende Musikerin in Zürich. Zuletzt: arioso – archive des zukommens (Wien: Passagen 2016)

sprechbohrer

Das phonetisch-musikalische SprachKunstTrio sprechbohrer (Sigrid Sachse, Harald Muenz, Georg Sachse) aus Köln widmet sich seit seiner Gründung 2004 den Grenzbereichen zwischen Musik, Phonetik und Literatur. 2014 ist bei Wergo die CD Kurt Schwitters – ursonate und andere konsequente Dichtung erschienen.

Dank an BKA-Kunst, Land OÖ, Stadt Linz, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Kunstiftung Nordrhein-Westfalen, Kulturamt der Stadt Köln