Armin Andraschko, ohne Titel, Lack & Acryl auf Leinwand, 2013
MAERZ Bildende Kunst

Kunst.Messe.Linz.2013

Ausstellungseröffnung: Freitag, 19.10.2013, 19:00 Uhr
mit Armin Andraschko, Gerhard Knogler und Ewald Walser

Ausstellungsdauer: Samstag, 19. Oktober, 10.00-19.00 Uhr und Sonntag, 20. Oktober, 10.00-18.00 Uhr

Die Künstlervereinigung MAERZ präsentiert ihre Mitglieder Armin AndraschkoGerhard Knogler und Ewald Walser in Koje 5 in der OÖ Landesgalerie, Museumstraße 14.

Armin Andraschko:

Meistens geht alles automatisch, die Hand zeichnet ohne mein Zutun und die Farben, die ich benötige, stehen neben mir, sollten sie nicht direkt neben mir stehen, wären es ja ohnehin nicht die richtigen Farben gewesen, außerdem ist mir Farbe an sich egal.

Linien sind mir viel wichtiger, Linien und Wörter, ich arbeite schnell und korrigiere nicht, ich schreibe und zeichne ohne zu wissen, ohne zu denken, ohne eine Vorstellung des Fertigen zu haben, aber ich überlasse nichts dem Zufall. Ich will in meiner künstlerischen Arbeit keine vordergründigen Inhalte und gesellschaftspolitische Halbweisheiten transportieren, ich will nichts Gutes hervorheben oder Böses verdammen.

 Armin Andraschko

Gerhard Knogler:

Gerhard Knogler bezieht eine Position, die sich auf keine Kunstgattung festschreiben lässt. Zeichnungen, Objekte, Skulpturen, Installationen finden sich ebenso, wie feinfühlig durchdachte Manipulationen an Dingen und Gegenständen, die wiederum selbst als Ergebnis von verschiedenen Beobachtungen in den Kunstkontext integriert werden. Das Spannungsfeld von Begriff, Bezeichnetem, Wort- und semantischen Zusammenhängen ergibt für ihn  ein Beobachtungsfeld, das er unterschiedlich bearbeitet. Die Traditionen, in denen sich der Künstler mit dieser Grundeinstellung bewegt, gehen bis zu jenen Phasen der Zwischenkriegszeit zurück in denen Kurt Schwitters, Man Ray und Marcel Duchamp eindrücklich auf Differenzzusammenhänge zwischen der Kunst und der Alltagswelt aufmerksam machten. Gekoppelt mit Primärphänomenen der Konzeptkunst, der minimal art und der visuellen Poesie, offenbart sich ein komplexes künstlerisches Werk, das sich seit Jahrzehnten immer um ein besonders hohes Maß an Präzision bemüht.

Univ. Prof. Dr. Martin Hochleitner; Direktor/ Salzburg Museum

Ewald Walser, O.T., Acryl auf Leinwand, 2013

Ewald Walser:

In der Kunst kann nur die Form das Verbindliche sein. Eine Konzentration auf davon gelöste Mitteilungen, welcher Art auch immer, lässt nicht nur keinen ästhetischen Blick entstehen, sondern auch das Unbekannte draußen.

Christian Steinbacher

Momentkonfigurationen

Vergebliche Anläufe, verwischte Spuren, überlagerte Farbsedimente, Totgemaltes, taubes Gestein, aufgefangene Zeit . . . immer wieder ein Innehalten, genährt aus Erschöpfung, Leere, Ratlosigkeit und manchmal vor Überraschung, was sich da plötzlich zeigt.

Ewald Walser

Biografien:

 

Armin Andraschko:

Geb.1961 in Linz

Als Künstler Autodidakt

Seit 2001 Mitglied der Künstlervereinigung Maerz

Gerhard Knogler

Geb. 1943 in Ort im Innkreis, lebt in Linz. Bildender Künstler mit den Schwerpunkten Zeichnung, Objektkunst und Arbeiten im Grenzbereich zwischen Bildender Kunst und Literatur. 2000 Kunst­würdigungspreis der Stadt Linz. 2003 Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Bildende Kunst.

 

Ewald Walser

Geb. 1947 in Wels, Studium an der Kunstschule Linz, Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ seit 1974, von 1981 bis 2003 deren Präsident. Von 1979–2012 Lehrtätigkeit an der Kunstuniversität Linz. Organisator zahlreicher internationaler Ausstellungsprojekte. Ausstellungen im In- und Ausland; Arbeiten in öffentlichem und privatem Besitz.