Karte_Neufundland
MAERZ Literatur

linzer notate 5/12

Ein literarischer Abend Donnerstag, 8. November 2012, 19.30 Uhr
mit Barbara Köhler (Duisburg), Nicolas Pesquès (Paris) und Dieter Sperl (Wien)

 

Auf ganz unterschiedliche Weise loten die zu dieser Ausgabe der Notate eingeladenen Autor/inn/en das Dreieck zwischen Welt, Mensch und Sprache aus: Nicolas Pesquès erfährt, nach dem Vorbild Cèzannes, seinen Mont Juliau jeden Tag aufs Neue, erkundet sich und die Möglichkeiten der Sprache im Banne des Bergs. Barbara Köhler erforscht die Welt als Benannte, als ein zartes Gespinst von Namen. So kann Poesie an den Sinn rühren. Dieter Sperl schließlich legt in seinem neuen Band das Hauptaugenmerk auf die Menschen, vor allem aber auf die Regeln, nach denen sie ihre Interaktionen mit der Welt zu motivieren suchen.

Konzeption und Moderation dieser Ausgabe:

Lisa Spalt

Barbara Köhler, geboren 1959 in Burgstädt, lebt in Duisburg. Sie veröffentlichte mehrere Gedichtbände, Essays, Übersetzungen von Gertrude Stein, Samuel Beckett u.a. Als Multimedialkünstlerin arbeitet sie mit Text im Raum. Für die Gedichtbände "Deutsches Roulette" und "Blue Box" erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Clemens-Brentano-Preis. Zuletzt erschienen "Neufundland", "Wittgensteins Nichte" und Niemands Frau". Letzterer Titel ist in erweiterter Form mit Bonusmaterial und einer gemeinsam mit Andrea Wolfensberger produzierten DVD als "no one's box" erhältlich.

Nicolas Pesquès, geboren 1946 in Paris, lebt in Paris und Pereyrol, publiziert Poesie seit 1971. Seit 1988 sind zehn Bände zum Juliau-Projekt erschienen, in dem er das Dreieck zwischen Sprache, Denken und Mont Juliau auslotet. Band 11 und 12 erscheinen im Frühjahr, an Nr. 13 und 14 legt der Autor eben letzte Hand an, die Bände 15 und 16 sind in Planung. Pesquès ist als Literatur- und Kunstkritiker tätig; er hat zahlreiche Bücher zu Bildenden Künstler/inne/en und einen Band über den Dichter Jacques Dupin veröffentlicht. Im Brotberuf war Pesquès Produzent von Animationsfilmen.

Dieter Sperl, geboren 1966 in Wolfsberg, lebt in Wien. Veröffentlichungen u.a.: "Alles wird gut" (1998), "Random Walker, Filmtagebuch" (2005), "absichtslos" (2007). Hörspiele, Textinstallationen, Fotoarbeiten. Gemeinsam mit Paul Pechmann Betreuer der literaturtheoretischen Reihe "edition gegensaetze". Herausgeber der "Flugschrift", einer jeweils nur einem Autor/einer Autorin gewidmeten Literaturzeitschrift (erscheint in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Wien). Leiter von Workshops. Writer in Residence an der Bowling Green State University in Ohio (2009 und 2010).

Konzept der Gesamtreihe: Christian Steinbacher

Dank an: Stadt Linz, Land OÖ, BMUKK, GAV