MAERZ Literatur:

Für die Beweglichkeit 2012: Lesarten übers Kreuz gebrochen 2: Z.B. das Gedicht

Tage der Poesie: Donnerstag, 12. April 2012, 19.30 Uhr
mit Franz Josef Czernin, Christian Filips, Mara Genschel, Nadja Küchenmeister, Hans Thill

im StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1

 

Lesungen von Franz Josef Czernin (Rettenegg), Christian Filips (Berlin), Mara Genschel (Berlin), Nadja Küchenmeister (Berlin), Hans Thill (Heidelberg)

 

Moderation: Michael Braun (Heidelberg)

 

Auch bei diesem dritten Poesie-Festival "Für die Beweglichkeit" steht das Gedicht im Zentrum des Abends im StifterHaus. Czernins Gedichte formulieren mit poetischen Mitteln präzise Kriterien einer literarischen Ästhetik. Filip's Texte enthüllen lyrische Muster zwischen Trivialkultur und literarischer Avantgarde. Genschels oft an Schnittstellen von

Musik und Sprache siedelnde Texte "oszillieren im Spannungsfeld zwischen unmittelbarem, sprach-körperlichem Ausdruck und sezierender Reflexion" (T. Amslinger).

Küchenmeisters Lyrik verbindet neue Erzählformen mit traditionellen Mitteln und aphoristischer Klarheit.Und Thill schließlich lässt neue Formen im Aneignen poetischer Traditionen von Opitz bis Queneau entstehen.

 

Michael Braun, * 1958 in Hauenstein/Pfalz, lebt als Literatur-kritiker in Heidelberg. Er verfasste Kritiken und Essays (u.a. Der zertrümmerte Orpheus, Wunderhorn 2002) zu Fragen der Gegenwartslyrik und zeitgenössischer Poetik, ist Mitarbeiter des Deutschlandfunks, des Saarländischen Rundfunks, der NZZ und anderer Medien, moderierte das Erlanger Poetenfest, gab einige Lyrikanthologien heraus und publizierte mehrere Ausgaben des Deutschlandfunk Lyrikkalender.

 

Franz Josef Czernin, * 1952 in Wien, lebt in Wien und Rettenegg (Steiermark). Studium in den USA von 1971 bis 1973. Seit 1978 Publikation von Gedichten, Prosa, Theaterstücken, Essays und Aphorismen. Mitglied u.a. der Künstlervereinigung MAERZ und des Bielefelder Colloquiums für neue poesie (seit 1980). Zuletzt erschienen gesammelte Gedichte unter dem Titel staub.gefässe 2008 bei Hanser und im 2011 Klever Verlag die Essaysammlung Das telepathische Lamm.

 

Christian Filips, * 1981 nahe Worms, lebt als Lyriker, Essayist, übersetzer und Dramaturg in Berlin, wo er über die Sing-Akademie einen Dialog zwischen Poesie und Neuer Musik ermöglicht. Letzte Publikationen: Heiße Fusionen. Gesänge von der Krise, Roughbook 005, 2010; PARA-Riding, mit Monika Rinck zu Laura Riding, Roughbook 015, 2011. (SIEHE auch Eintrag 13. April)

 

Mara Genschel, * 1982 in Bonn, studierte Musikwissenschaft und Schulmusik in Köln und Detmold sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und lebt als Autorin in Berlin. Genschel erarbeitet auch Textfilme, betreibt den Blog "Hoeherevasen" und arbeitet mit an Filip's "Liedertafel". 2008 debütierte sie mit dem Band Tonbrand Schlaf in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung in Leipzig. 2009 erschien im Berliner Hybriden-Verlag zum russischen Futurismus (in Zusammenarbeit mit dem Stimmkünstler Valeri Scherstjanoi) als Audio-CD und Buch Vom Nachtalpenweg.

 

Nadja Küchenmeister, * 1981 in Berlin, wo sie aufwuchs und heute als freie Autorin lebt. Studium der Germanistik und Soziologie an der Technischen Universität Berlin sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, Arbeiten für den Rundfunk, u.a. als Hörspielautorin. 2010 erschien bei Schöffling & Co. ihr erster Gedichtband Alle Lichter.

 

Hans Thill, * 1954 in Baden-Baden und aufgewachsen in Bühl, lebt in Heidelberg. 1978 gründete er zusammen mit anderen den Verlag Das Wunderhorn. Er übersetzte aus dem Französischen mit Schwerpunkt klassische Moderne und Literatur des Maghreb. Mit Michael Braun gab er einige Lyrikanthologien heraus. Seit 2010 leitet er das Künstlerdorf Edenkoben. 2004 erhielt er für den Gedichtband Kühle Religionen den Peter-Huchel-Preis; zuletzt erschien 2010 ebenso im Verlag Das Wunderhorn der Gedichtband Museum der Ungeduld.

 

Gesamtprogrammübersicht Für die Beweglichkeit/Tage der Poesie

 

(Festivalkonzept: Christian Steinbacher/Florian Huber)

 

Dank an BMUKK, Land OÖ, Stadt Linz, GAV