MAERZ Bildende Kunst:

FLASHMOB?

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 7. Februar 2012, 19.30 Uhr
Ausgewählte Flashmobclips & Statements von Tanja Brandmayr, 'eSeL', Sibylle Ettengruber, Werner Fenz, Daniela Fürst, Richard Kriesche

Ausstellungsdauer: 8. Februar - 18. März 2012

 

Konzept: Karin M. Hofer

 

Öffnungszeiten: Di-Fr: 15.00 - 18.00 Uhr, Sa: 13.00-16.00 Uhr

Spezielle Öffungszeiten von 15.-18.3.: 14.00-18.00 Uhr

 

Der Begriff Flashmob

(englisch: Flash mob; flash = Blitz; mob [von mobilis beweglich] = aufgewiegelte Volksmenge, Pöbel) bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun. Flashmobs werden über Online-Communitys, Weblogs, Newsgroups, E-Mail-Kettenbriefe oder per Mobiltelefon organisiert.[1] Flashmobs gelten als spezielle Ausprägungsformen der virtuellen Gesellschaft (virtual community, Online-Community), die neue Medien wie Mobiltelefone und Internet benutzt, um kollektive direkte Aktionen zu organisieren.
Obwohl die Ursprungsidee unpolitisch[2] war, gibt es mittlerweile auch als Flashmob bezeichnete Aktionen mit politischem oder wirtschaftlichem Hintergrund [3][4]. Diese müssten auf Grund ihrer Sinnhaftigkeit und Zielgerichtetheit als Smart Mob bezeichnet werden.

Einem Aufruf aus dem Internet folgend, treffen sich die Teilnehmer an einem Ort, an dem sie weitere Instruktionen über den eigentlichen Aktionsort und Ablauf des Flashmobs bekommen. Typisch für Flashmobs ist die wie aus dem Nichts blitzartig entstehende Bildung des Mobs, das identische Handeln der Personen im Mob (z. B. applaudieren, telefonieren mit gleichen inhaltlichen Texten), und die plötzliche und völlig abrupte Auflösung nach wenigen Minuten. Die Beteiligten tauchen am vereinbarten Ort zur vereinbarten Zeit auf, um dort kurz und für die unwissenden Passanten völlig überraschend einer gänzlich sinn- und inhaltslosen Tätigkeit nachzugehen.  So schnell wie die Menschen zusammengekommen sind, löst sich ihre Gruppe vor den Augen der verdutzten Zuschauer auch wieder auf. Dieses merkwürdige Verhalten wird vor allem durch die immer schnelleren zwischenmenschlichen Kommunikationsmöglichkeiten beeinflusst und unterstützt.
ff...

http://de.wikipedia.org/wiki/Flashmob Version 01/2012

 

 

Karin M. Hofer ging im Rahmen von Ästhetik des Täglichen diesen Zeiterscheinungen (zwischen Innovation, Epigonentum und Trivialität) nach, traf sich zu Gesprächen mit Persönlichkeiten aus dem Kunst- und Medienbereich.

Erstes Ergebnis dieser Besuche (die fortgesetzt werden - work in progress) ist eine Medieninstallation, die nun in der Künstlervereinigung MAERZ zu sehen ist:

Von der Autorin aus dem Netz gefischten innovativen Flashmobs stehen gefilmte Statements von Daniela Brandmayr, 'eSeL', Sibylle Ettengruber, Werner Fenz, Daniela Fürst und Richard Kriesche gegenüber.

Die Settings sind von den Interviewpartnern selbst gewählt, sie stellen ein wichtiges Gestaltungselement dar.

Performativ Besprochenes ergänzt sich mit Aus- und Aufgeführten, im www dokumentierten, interessanten Choreografien aus New York, Graz, Köln, Bialystok, Moskau etc.

 

 

Kurzbiografien

 

Tanja Brandmayr arbeitet seit vielen Jahren und in unterschiedlichen Zusammenhängen mit Text, Raum und Inszenierung. Projektsplitter: bis Ende 2010 Redaktionsleitung des Stadtkulturmagazins spotsZ, weiterhin Textproduktion mit Themen aus Kunst und Kultur, zahlreiche zeitgenössische (Tanz/Theater)Performanceprojekte, kulturpolitische Vernetzungsarbeit. Letztes Projekt: Ausstellungsteilnahme im afo bei "Sechs ungewöhnliche Orte", eine Reflexion auf das Hafen- und Industriegebiet.

 

eSeL ist Kulturjournalist und -aktivist, Betreiber von www.esel.at

 

Sibylle Ettengruber, geb. 1976 in Landshut/Deutschland. Studium an der Kunstuniversität Linz (Bildhauerei und Transmedialer Raum). Auslandsemester an der Universidad del Pays Vasco Bilbao und Studienreise in Mexiko. Sibylle Ettengruber lebt und arbeitet in Linz. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt auf performativen Aktionen im öffentlichen Raum. Durch partizipative Prozesse wird zum Teil auch die Öffentlichkeit miteinbezogen. Die Medien Fotografie und Video dienen der Aufzeichnung dieser Aktionen.

 

Werner Fenz studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Archäologie in Graz und Wien und promovierte 1970. Seit 1969 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum, von 1993-1997 Galerieleiter. Ab 2006 Abteilungsleiter im Künstlerhaus Graz und Leiter des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark. Ab 1979 Lehrauftrag am Institut für Kunstgeschichte der Karl Franzens Universität Graz. 1995 Habilitation für Neueste Kunstgeschichte.

Projekt- und Forschungsschwerpunkte: Kunst im öffentlichen Raum, Fotografie und Gegenwartskunst.

 

 

Daniela Fürst ist Mediensoziologin und freie Journalistin. Neben ihrer langjährigen Tätigkeit für den Freien Rundfunk OÖ (cba.fro.at) ist sie auch maßgeblich an der Literaturplattform Literadio (literadio.org) beteiligt. Seit der Geburt ihres Sohnes lebt und arbeitet sie in Wien.

 

Richard Kriesche ist Medienkünstler- und theoretiker, Ausstellungsmacher, Kurator von Kunst- und Wissenschaftsausstellungen, Herausgeber von Kunstzeitschriften (pfirsich, pferscha), Galerist (poolerie) und Publizist. Seine künstlerischen Arbeitsfelder umfassen Fotokunst, Videokunst, Computerkunst, Netzkunst, Installationen, Performance und Multimediakunst. In seinen Werken versucht Kriesche den Brückenschlag zwischen den genetischen Mikrowelten und den Makrowelten des Weltalls. Mit seinen Skulpturen und Installationen war Kriesche bei zahlreichen Großveranstaltungen im Medien- und Kunstbereich vertreten. (Documenta, Biennale etc.)