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maerz_sprachkunst 15

18. November 2020 @ 19:30 - 22:00

Aufgrund der derzeitigen Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung der österreichischen Bundesregierung bleibt die MAERZ für Besucher und Besucherinnen bis inklusive 6. Dezember 2020 geschlossen.

Lesungen von Zsuzsanna Gahse (Müllheim/Thurgau), Anja Utler (Leipzig) und Andrea Winkler (Wien)

Moderation: Florian Neuner

Ein Vierteljahrhundert lang programmierte Christian Steinbacher die linzer notate. Er sagt: „Das Format der Drei ist das konstitutive Kennzeichen dieser literarischen Veranstaltungsreihe.“ Was liegt also näher, als die notate, in deren Tradition sich die maerz_sprachkunst versteht, im Jahr seines 60. Geburtstags wieder aufleben zu lassen? Selbstverständlich mit drei Positionen, die der Jubilar sich wünschen durfte.

Zsuzsanna Gahse, geboren 1946 in Budapest, lebt seit Ende der neunziger Jahre in Müllheim/Thurgau. Sowohl mit ihrer Prosa als auch als Übersetzerin ungarischer Literatur war sie mehrfach bei MAERZ-Veranstaltungen, so auch beim von Christian Steinbacher kuratierten Festival Für die Beweglichkeit, zu Gast. Steinbacher, der im Dialog mit Gahse den Band Klotzkopf (Edition Thanhäuser 2009) verfasst hat, weist darauf hin, dass „Spiele und Spielformen“ bei seiner Kollegin eine große Rolle spielen: „sowohl im Sinne eines Aufführens als auch hinsichtlich der Wahl Regeln, die mal weiter, mal enger geschnürt sind.“ Jüngstes Buch: Schon bald (Wien: Edition Korrespondenzen 2019)

Anja Utler wurde 1973 in Schwandorf geboren und studierte Slawistik, Anglistik und Sprecherziehung in Regensburg, Norwich und St. Petersburg. Die Autorin und Übersetzerin lebt heute in Leipzig. Christian Steinbacher spricht von „Lyrik an den Grenzen von Sprache, Schrift und bloßer Gesanglichkeit“ und schreibt im Programmheft zur Jubiläumsveranstaltung anlässlich der 100. Ausgabe der linzer notate 2011: „In der konsequenten Auseinandersetzung mit der menschlichen Stimme und ihren Möglichkeiten unterläuft Anja Utlers Literatur das vermeintliche Primat der Schrift vor dem gesprochenen Wort.“ Jüngstes Buch: kommen sehen. Lobgesang (Wien: Edition Korrespondenzen 2020).

Andrea Winkler, geboren 1972 in Freistadt, studierte Germanistik und Theaterwissenschaft und lebt in Wien. Das MAERZ-Mitglied debütierte 2006 mit dem Prosaband Arme Närrchen. Selbstgespräche (Droschl). Aus diesem Buch las sie auch bei ihrem ersten Auftritt im Rahmen der linzer notate. Ihre Arbeit, so damals Christian Steinbacher, sei geprägt von einem Ausloten, „das im Umkreisen eines Ich dessen Fest-Stellung verunmöglicht“. Über ihren jüngsten Roman in Form eins fiktiven Tagebuchs Die Frau auf ihrer Schulter (Wien: Zsolnay 2018) bemerkt Birgit Schwaner: „In den Beschreibungen von Landschaften und Räumen, den feinen Beobachtungen zum Licht und den Wirkungen der Stille zeigen sich besonders – und einmal mehr – die große Sprachkunst und -sensibilität Andrea Winklers.“

Details

Datum:
18. November 2020
Zeit:
19:30 - 22:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Maerz Galerie
Telefon:
+43 732 77 17 86
E-Mail:
galerie(at)maerz.at

Veranstaltungsort

Maerz Galerie
Eisenbahngasse 20
Linz, Oberösterreich 4020 Österreich
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