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LINZER NOTATE 3/10

Gerhard Rühm in Linz am 27. 12. 1970, aus der Text/Bild-Montage "linzer litanei", in: neue texte 7/1971

MAERZ Literatur:

linzer notate 3/10

ein literarischer Abend

Montag, 26. April 2010, 19.30 Uhr

mit

Elfriede Czurda, Gerhard Rühm und Ulrich Schlotmann

Moderation: Florian Neuner

 

Für CHRISTIAN STEINBACHER – im Vorfeld seines 50. Geburtstags begibt sich der Ideator und Organisator der linzer notate vom Podium ins Publikum und läßt sich einen Abend ganz nach persönlichem Gusto servieren: Mit ELFRIEDE CZURDA, zu deren Ästhetik er eine starke Affinität hat. Mit GERHARD RÜHM, einem der wichtigsten Anreger für den jungen Steinbacher. Und mit ULRICH SCHLOTMANN, einem zentralen Autor seiner eigenen Generation.

 

Elfriede Czurda, geb. 1946 in Wels, lebt nach langen Berliner Jahren heute wieder in Wien. 2008 hat sie in der Edition Korrespondenzen den Band ich, weiß vorgelegt, in dem sie mit der neuen, hybriden Gattung des „mikro-essays“ aufwartet. Im letzten Jahr folgte in der Edition Korrespondenzen eine erweiterte Neuausgabe des „Abenteuerromans“ Kerner (zuerst 1987). 2009 ist außerdem im Verbrecher Verlag ein Band mit „Kurzprosa & Erörterungen“ erschienen: Untrüglicher Ortssinn.

 

Gerhard Rühm, geb. 1930 in Wien, lebt in Köln. Seine Anfänge im Kreis der „Wiener Gruppe“ sind legendär. In der monumentalen Werkausgabe, begonnen im Berliner Parthas Verlag und nunmehr fortgeführt von Matthes & Seitz (hg. von Michael Fisch), ist gerade der Band mit den Theaterstücken erschienen. Sie zeigt eindrucksvoll, wie vielschichtig das Œuvre dieses Experimentators im emphatischen Sinne ist, der die Grenzen zwischen allen Gattungen und Künsten souverän überschreitet.

 

Ulrich Schlotmann, geb. 1962 in Balve, lebt in Berlin. An seinem monumentalen Prosabuch Die Freuden der Jagd hat Schlotmann zehn Jahre lang gearbeitet. Liesl Ujvary schreibt über dieses Textmassiv: „Hier wird eine reine Männerwelt geschildert, deren Inszenierungen sich aus dem Paläolithikum offenbar relativ ungebrochen bis in die Gegenwart fortsetzen. “ Das Ergebnis ist eine exakte Kartographie der hegemonialen Sprechweisen und somit der herrschenden Ideologie.

 

(Da Rühm absagen hat müssen, las an seiner Statt BODO HELL mit Begleitung von Renald Deppe, die kurzfristig eingesprungen sind und u. a. Texte des Jubilars umgesetzt haben.)

 

 

Dank an: BMUKK, Land OÖ, Stadt Linz, GAV 
[Konzept der Reihe: Christian Steinbacher, dieser Ausgabe: Florian Neuner]