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LINZER NOTATE 4/09

MAERZ Literatur:

linzer notate 4/09

ein literarischer Abend

Mittwoch, 21. Oktober 2009, 19.30 Uhr

mit

Gert Loschütz, Michaela Schwentner, Lisa Spalt

Moderation und Zusammenstellung: Florian Huber

 

Gespenster sehen:

GERT LOSCHÜTZ’ Dunkle Gesellschaft ist ein Roman der Erinnerung. Zehn Episoden erzählen von surrealen Begegnungen, sind Rekonstruktion und Spurensicherung ungewöhnlicher Ereignisse, die unsere Erkenntnisfähigkeit auf die Probe stellen.

Der Erkenntnis auf der Spur – und zugleich doch im Dunkeln tappen: Ein verwirrender Zustand, den MICHAELA SCHWENTNERs Video der kopf des vitus bering nach Texten von Konrad Bayer auf verschiedenen Ebenen spürbar macht. Formen werden sichtbar oder unsichtbar, Farben fluktuieren, Landschaften illustrieren Wahnzustände.

Auch LISA SPALTs Tulpen nähern sich der Idee vom Eindringen in die Natur der Dinge. Unter dem Leitbild der Tulpe begreift die Autorin das Wuchern der Pflanzen als Wuchern der Diskurse zwischen formaler Beherrschbarkeit und historisch verbürgter Tulpenmanie.

Stills aus dem Film „der kopf des vitus bering“ v. Michaela Schwentner, © Schwentner, sixpackfilm

Gert Loschütz, geb. 1946 in Genthin, lebt in Berlin. Seit 1970 freier Schriftsteller. Prosa, Arbeiten für Theater und Hörfunk. Zuletzt erschienen in der Frankfurter Verlagsanstalt: Dunkle Gesellschaft. Roman in zehn Regennächten (2005); Die Bedrohung. Roman. (2006); Das erleuchtete Fenster. Erzählungen (2007).

 

Michaela Schwentner, geb. 1970 in Linz, lebt und arbeitet in Wien und Linz. Studium der Philosophie, Geschichte, Film- u. Theaterwissenschaften und Publizistik. Medienkünstlerin, diverse Ausstellungen und Filmfestivals, kuratorische Tätigkeiten im Bereich Elektronische Musik. Co-Betreiberin des experimentellen Musiklabels Mosz (www.mosz.org). Lehrbeauftragte am Institut für experimentelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz. Audiovisuelle Performances. Filmemacherin; zuletzt: bellevue (2007/08); alpine passage (2007/08); alpine intervention (2008). Kontakt: www.jade-enterprises.at

 

Lisa Spalt, geb. 1970 in Vorarlberg, lebt in Wien und Wullersdorf. Studium der Germanistik und Romanistik in Wien. Abschluss mit der Magisterarbeit zu Konrad Bayers „kasperl am elektrischen stuhl“. Seither Arbeiten zum Handeln in Sprache. Letzte Einzelpublikation: Grimms, Ritter Verlag Klagenfurt 2007. Zusammenarbeiten mit Komponisten und Bildenden KünstlerInnen, radiophone Arbeiten; zuletzt: Hey für die Neuen Vocalsolisten Stuttgart (Musikebene von Clemens Gadenstätter), 2007; Hollis & Holly (Zeichnungen/Siebdrucke von Georg Bernsteiner), Mel Kunsthandel 2008. Kontakt: http://members.aon.at/idiomat

  

Dank an: BMUKK, Land OÖ, Stadt Linz, GAV

 

[Konzept der Reihe: Christian Steinbacher; Konzept dieser Ausgabe: Florian Huber]