MAERZ Literatur/Musik: |
Für die Beweglichkeit: Von den Transformationen |
Tage der Poesie: |
Mittwoch, 15. April 2009, 19:30 Uhr |
mit |
Balpe – Esterházy – Friedmann/Schmucki |
(= "linzer notate" 2/09)
in der Künstlervereinigung MAERZ
TEXTMASCHINE: JEAN-PIERRE BALPE (Paris): Babel poésie
LESUNG: PÉTER ESTERHÁZY (Budapest)
RADIOPERFORMANCE/KONZERT: BLABLABOR
= FRIEDMANN/SCHMUCKI (Cormoret/Zürich):
Erzeugung von Sprüngen
„>[12|dis-poésie] >[110000100v_être] [12|m_beauté]“
(J.-P. Balpe, Übertragungsdetail der Textnotation für das Programm „Babel poésie“)
„Sie [die Literatur] stellt einen ganz und gar objektlosen Akt dar“ (P. Esterházy)
„eine zerdehnung und deren hörbares innenleben“
(blablabor/„Erzeugung von Sprüngen“)
Der Generator, welcher der Textmaschine Babel poésie des Autors und Medienkünstlers Jean-Pierre Balpe zugrunde liegt, funktioniert in einigen Sprachen (jedoch nicht „auf Deutsch“); Babel poésie konfrontiert uns mit einer Poesie für ‚Neue Europäer‘, die immer mit einer Reihe von Sprachen zu tun haben, ohne auch nur eine von ihnen richtig zu sprechen: eine Poesie der Chaosrede.
Péter Esterházy vernetzt in seinen literarischen Arbeiten disparates Material zu offenen, unbegrenzt literarischen Räumen; der u. a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnete Autor, dem es stets auch um die „physische Existenz der Wörter“ zu gehen scheint, erkundet in seinen oft pittoresken Texten unterschiedliche Binnenräume von Sprache.
Das Schweizer blablabor (=Friedmann/Schmucki) filterte für Erzeugung von Sprüngen musikalisches Material, welches von einer an ihrer eigenen Melodie zerbrechenden Sprache gespeist wird (Sprachbefragungen, die von Fagotten übersetzt und von Stimmern rückübersetzt wurden), zu einer Klangspur, die nun live über mehrere Spuren abermals (und zwar nach einer Partitur, die die exakte Übersetzung von Schildkrötenpanzersprüngen darstellt) gesprengt wird.
Eine Veranstaltung im Rahmen des in Kooperation mit Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas veranstalteten Festivals Für die Beweglichkeit. Tage der Poesie
Motto 2009: Notizen, Ränder, Nomaden
Festivalkonzept: Christian Steinbacher



