MAERZ Bildende Kunst: |
fast backwards |
Ausstellungseröffnung: |
Dienstag, 4. Dezember 2007, 19.30 Uhr |
Künstler/-innen: |
Eva Brunner-Szabo, Andrea Faciu, Dejan Kaludjerovic, Wolfram P. Kastner, Martin Krenn, Tim Sharp und Gert Tschögl |
Zur Eröffnung spricht Vizebürgermeister Dr. Erich Watzl
Ab 21 Uhr: „SehStörung – Kunst und Geschichte“ ein Vortrag von Wolfram P. Kastner
Ausstellungsdauer: 5. Dezember 2007 – 18. Jänner 2008
(von 23. Dezember bis 8. Jänner geschlossen)
kuratiert von Dagmar Höss
“There are no mistakes in history. The whole of history is a mistake.” (Braco Dimitrijevic)
Der Blick in die (eigene) Vergangenheit ist in der Regel nicht neutral, sondern überdeckt von einem Filter, der die Höhen unterstreicht und uns weniger schöne Dinge wie durch einen Weichzeichner betrachten lässt.
Im westlichen Europa wird schon länger mit dem verklärten Blick nach hinten, einer Art Retro-Phase, kokettiert und damit nicht nur im modischen Sinn die Vergangenheit neu beschworen.
Auch in den ehemaligen kommunistisch/ zentralistisch regierten Staaten ist die Wende längst Geschichte und deren Folgestaaten haben entweder mit gewaltigen innerstaatlichen Veränderungen den Beitritt in die Europäische Union geschafft oder suchen zumindest eine wirtschaftliche aber auch kulturelle Annäherung an den einst verhassten kapitalistischen Westen.
Das rasante Tempo hat vielfach oft notwendige, langsamere, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungsprozesse überrollt und damit viele vor den Kopf gestoßen, die nun wehmütig an jene Zeit zurückdenken, als das Leben noch einfacher schien.
In den letzten Jahren scheint es auch Trend in vielen neuen europäischen Ländern geworden zu sein, die politischen, wirtschaftlichen und strukturellen Konzepte, die mit dem Beitritt zur Europäischen Union einhergingen, neu zu überdenken.
Unzufriedenheit, die oftmals in einem nostalgischen Blick auf Vergangenes resultiert, lässt zeitweilig die Sehnsucht nach der guten alten Zeit aufkeimen, nach den vertrauten, geordneten Verhältnissen und dem uneingeschränkten Glauben an Wirtschaftswachstum und niedrige Preise. Manchmal sucht die Erinnerung auch Wege abseits der Wahrheit und eine kollektive Erinnerung wird – absichtlich oder nicht – zugunsten der eigenen Wahrheit beschönigt oder gar verleugnet.
Die in der Ausstellung gezeigten künstlerischen Beiträge thematisieren den Umgang mit Geschichte und im Speziellen das Phänomen des verklärten Blicks auf die so genannte „Gute alte Zeit“: Dabei spüren sie persönlichen Erinnerungen nach, unterziehen den (eigenen) Blick in die Vergangenheit einer kritischen Analyse, hinterfragen nationalistische Tendenzen, reflektieren veränderte Sichtweisen oder konfrontieren schlichtweg mit Vergessen und Verleugnung.
Eva Brunner-Szabo|Gert Tschögl
memoryPROJECTS Webprojekt und Installation
memoryPROJECTS agiert wie ein Museum ohne Gebäude und ohne festen Ort, das temporär in den öffentlichen Raum eindringt und sich der klassischen Aufgabe eines Museums - finden/sammeln, erhalten/archivieren, präsentieren/vermitteln - annimmt.
memoryPROJECTS unternimmt aber auch künstlerische Eingriffe, die sich der Erinnerung und des Gedächtnisses der RezipientInnen bemächtigen. memoryPROJECTS versteht sich als work-in-progress und führt Projekte in realen und virtuellen Räumen durch.
Einst gab es in England einen Beamten, der den Titel „Remembrancer“ trug, in Wahrheit war dies ein Euphemismus für den Schulden-Eintreiber. Es gehörte zu seiner Pflicht, die anderen an das zu erinnern, was sie selbst gern vergessen wollten. Als „Remembrancer“ zu arbeiten sehen wir als eine der wichtigsten Aufgaben, die KünstlerInnen wahrzunehmen haben. In diesem Sinne sehen wir memoryPROJECTS als „Remembrancer“, der Erinnerungen antastet um Verdrängtes wachzurufen.
Andrea Faciu
Human Flag (Menschenflagge) Installation, Digitaldruck auf Foamalux, Auflage 1/3, 2005
Ihr künstlerisches Medium ist die Sprache, die sie in ihren Arbeiten auf vielfältige Weise analysiert. Indem sie fremde oder eigene Texte in ungewöhnliche Sinn- oder Präsentationszusammenhänge stellt, untersucht sie die Mehrdeutigkeit einzelner Worte und verleiht ihnen dadurch oft eine ganz eigene Poesie.
In dieser Ausstellung ist eine raumgreifende, rhythmisierte Installation zu sehen, die, durch die Verwendung von Fotos aus dem Familienalbum und durch den Verweis auf ihren Vater, den Künstler Virgil Faciu, eine Brücke von ihrer Biografie zu den kulturellen, sozialen und sprachlichen Gegebenheiten schlägt:
Fünf junge Männer, die Mitte der 70er Jahre Bukarest verlassen und den Gipfel eines Berges stürmen. Der fröhlichen Unbeschwertheit der Fotografie stehen fünf Statements gegenüber, übersetzt in Englisch, Deutsch, Italienisch und Rumänisch, und spiegeln auch die Realität des totalitären Regimes dieser Zeit wider: es gibt die Menschenflagge für volle Bäuche, daneben jene gegen leere Flaschen, eine für das Unvorhersehbare, gegen hungernde Seelen und die letzte für Tagträume.
“Yes, the human flag. It was clear to me from the very start what would happen to the photo I’ve found in the family album just the moment I saw it. And in the simple expressions introduced into the image, I accumulated and included what I read in the faces of the young men, everything that has to do with the here-and-now, with surmounting, with victory, pride, joy, a sense of belonging, friendship, courage, carefreeness from everyday’s troubles... And of course with a bit of foolishness or ignorance of what tomorrow might bring. And even more of what a young human being in the wild would think, wish, and dream of, what it would be worth fighting for.
Where unpredictability would be the only constant... The beauty of this photo taken during an ugly time is astounding. But all these photos, regardless of their true story, their time of origin and their motives, their message and intention, have a sort of timelessness in common, something which could, however, lead to a reversal, a fright... And of course there is a nice little story connected to it, how the five friends leave the city (it’s Bucharest) and skip college classes travelling around through the mountains in the mid-1970s...
It is important that we are attracted by something. Or the opposite. An inner dialogue thus evolves which in a certain way comes upon its realization, leaves the undefined zone for finally expressing itself.”
Dejan Kaludjerovic
The future belongs to us/ Pinocchio boy Acryl auf Wachstuch, 2003
„(…) Der Status jugendlicher Fixierung auf kulturelle Ikonen und Symbole und deren Gleichschaltung mit werbetechnischen Mitteln zeigen die Arbeiten aus dem Zyklus The Future Belongs to Us (seit 2002). Hierbei mischt Kaludjerović Motive von Jugendlichen aus Werbekatalogen für Kinderunterwäsche aus den 1970er Jahren mit den für den Künstler zum
Trademark gewordenen Mustern, die eine tapetenähnliche Funktion einnehmen. Anfangs wurden die Motive auf Plastiktischtücher gemalt, später auf Leinwand aufgetragen und mit Cartoonfigurmustern wie Calimero oder Biene Maya im Hintergrund versehen. Die Arbeiten aus dieser Serie fragen nach dem Verhältnis zwischen dem Verlust von Unschuld und der Notwendigkeit einer psychosozialen Fortführung kindlicher Verhaltensmuster. Die Teenager und vorpubertären ProtagonistInnen aus Kaludjerović Malerei und Videos bewegen sich
konstant zwischen jenem Schritt zurück in eine abgesicherte Kindheit, die von Cartoons und Fabelwesen gekennzeichnet ist, und jenem nach vorne in eine Konsum orientierte Glamourwelt, in der die ökonomische Realität des Alltags sowie eine Vielfalt sexueller Ausdrucksmöglichkeiten mediale Charaktere definieren. Der Verweis auf die 1970er Jahre und somit die Kindheit des Künstlers zeigt jedoch die Verschiebung von medialen Bildinhalten. Während die von Kaludjerović eingesetzten Bildmotive aus dieser Zeit einst als unfragwürdig galten, nehmen die Körperhaltungen der einzelnen Kinder und Jugendlichen in Zeiten von Kinderpornografie und deren Verbreitung im Internet heute eine ganz andere Stellung ein, die bei BetrachterInnen oftmals Bestürzung auslöst.
Andererseits richtet sich die Darstellung der Posen und Stile bei Kaludjerović an jene Vor-formuliertheit medialer Bilder, mit denen die Welt von Kindern und Jugendlichen markttechnisch erschlossen wird und diese wie Erwachsene automatisch in einen ök-onomischen Kreislauf der Produktion und Konsumption gestellt werden. Dadurch wird ihnen
einerseits die Aura kindlicher Unbeflecktheit genommen, andererseits aber pubertäre Probleme jeglicher Art ausgeblendet. Die Perfektion medialer Kulissen dient hier als Folie für Identitätsprojektionen, bei denen altersbedingte Merkmale sowie ein Übergang zwischen einzelnen Altersstufen und -phasen keine Rolle zu spielen scheinen. (…)“ Walter Seidl
Bite a Carrot, Bunny! Keine Angst vor kleinen Tieren Videoinstallation, 2004
„(…) Wie sehr sich durch die Vielfalt medialer und mit ihr, körperlicher Darstellungen der Blick auf Jugendliche als Sexualobjekte verschärft hat, zeigt Kaludjerović in der Videoarbeit Bite a Carrot, Bunny! Keine Angst vor kleinen Tieren (2004). Die Vorlage für diese Arbeit stammt aus einer Burda Anzeige aus dem Jahr 1980 mit dem Slogan „Keine Angst vor kleinen Tieren“. Zu sehen sind drei Kinder in kostümähnlichen Gewändern mit Tiermotiven. In der Mitte sitzt ein Mädchen, das kräftig in eine Karotte beißt, die ihm ein Junge entgegen hält. In Kaludjerović’ Video dient dieses Poster als Hintergrund für eine, diesem Motiv nachgestellte Szene. Die DarstellerInnen tragen ihrem Alter entsprechendes Gewand und liefern ein groteskes Szenario, dessen sexuelle Konnotationen klar ins Blickfeld rücken. Kaludjerović testet dadurch die Veränderlichkeit traditioneller Bildmotive und mit ihr den Status der Unschuld, den Bildsprachen jeglicher Medialität nicht länger für sich zu beanspruchen vermögen. (…)“ Walter Seidl
Wolfram P. Kastner|Martin Krenn
Transcription (Überschreibung) Fotografie, Dokumentation einer Aktion im Öffentlichen Raum, 2006
Kunstaktion gegen Nazi-Grab in Graz:
Quellenangabe: unstaktion gegen Nazi-Grab in Graz (vom 21.10.2006), URL: no-racism.net/article/1850/
Am Mittwoch, den 18.10.2006, wurde von zwei Künstlern eine kritische Tafel auf dem mit einem Hakenkreuz versehenen Ehrengrab des SA-Sturmbannführers Tita Probst am Zentralfriedhof in Graz angebracht. Einen Tag später war sie wieder verschwunden.
Die Künstler Wolfram P. Kastner und Martin Krenn protestierten mit der Aktion gegen die "Glorifizierung der Nazi-Gewalt", gegen die es formal "ohne Einwilligung der Familie" keine Handhabe gebe. Bereits 1988 war das Hakenkreuz auf dem Stein überklebt worden, auf dem unter anderem zu lesen ist: "Er fiel im Kampfe für Großdeutschland". Die Diözese Graz hat sich 2002 geweigert, die Aufschrift des SA-Sturmbannführers am Grab zu verändern.
Die Künstler verstehen ihre Textinstallation als einen Vorschlag, wie mit Geschichte und NS-Zeit umgegangen werden kann und fordern eine dauerhafte transparente Beschriftung des Grabsteins. Mit der Entfernung der Tafel sei ein nach dem Gesetz verbotenes Abzeichen der Nazis freigelegt und absichtlich öffentlich sichtbar gemacht worden.
Nach Angaben des Grazer Staatsanwaltes Walter Plöbst ist die Sache nicht strafrechtlich relevant.
Albert Kaufmann vom Bund sozialdemokratischer Freiheitskämpfer sagt jedoch, dass das letzte juristische Wort noch nicht gesprochen ist. Er habe JuristInnen beauftragt, den Fall zu prüfen, und die kämen zum Schluss, dass es sich möglicherweise doch um einen Fall von Wiederbetätigung handeln könnte.
European Jewish Press, 24.10. 2006:
“Controversy around Nazi grave in Austria
VIENNA (EJP)--- A Nazi grave featuring a swastika and an inscription that pays homage to "SA Storm Unit Leader" Tita Probst is causing controversy in Austria.
The inscription on the gravestone says: "He died in the fight for Greater Germany."
Tita Probst was a member of the Nazi party when it was still illegal in Austria and a so-called brown-shirt. He was shot while part of the group that tried to take Austria in the putsch of 1934.
In 1938, during the Anschluss euphoria in Austria the grave was redesigned, the swastika and the inscription were added to the grave in Graz Central Cemetary and never removed.
A number of attempts to remove the controversial epitaph have always failed. In 1988, at former Graz city council Ernst Kaltenegger’s insistence, the swastika was pasted over, but unknown people chipped away the cement shortly afterwards. And four years ago law historian, and vice dean of Graz University, Martin Polaschek called for the gravestone to be altered. He said: "This is a definite offence against the insignia law and probably against paragraph three of the Austrian Federal Law on the prohibition of National Socialist activities."
Tim Sharp
Dar-el-Beida Videoprojektion, 2 min, 1996
„Während Casablanca sich intensiv mit Männermacht und Männerfreundschaft, mit Rechtschaffenheit und Abenteuer beschäftigt, geht es in Dar-el-Beida um die Gefühle der Flüchtlinge/Außenseiter, die den Hintergrund des Films bevölkern. Um jene, die in einer Atmosphäre der Bedrohung leben, die immer unterwegs sind, aber nirgendwo ankommen, deren Identität beschnitten oder deren Nationalität willkürlich verändert wurde, mit einem Wort, um die Machtlosen. In Dar-el-Beida (so der latinisierte arabische Name für Casablanca) fragt Bogart: “Wollen Sie meinen Rat?” Seine zynische Antwort (in Casablanca) ist die unausgesprochene Realität von Dar-el-Beida.“ Tim Sharp
„Reisepässe und lebensrettende Dokumente gleiten wie Spielgeld durch die Hände skrupelloser Drahtzieher und korrumpierter Grenzbeamter, Menschen werden wie Schachfiguren verschoben. Undurchsichtige Wolken dringen nicht nur aus Dampflokomotiven und Flugzeugen, Rauchschwaden umnebeln auch die Nasen derer, denen das angstvolle Warten der Transitreisenden zum Geschäft und zum Spiel wird. Dar-el-Beida verdichtet den bedrohlichen Zugriff einer mikroskopischen Macht, die den Flüchtlingen auf Bahnhöfen, in Wartehallen, auf Polizeistationen, Botschaften und Ämtern ständig auflauert. Tim Sharp stellt in einer knappen, doch insistierenden Bearbeitung des Bild- und Tonmaterials aus Curtiz' Casablanca figurative und akustische Reihen her, in denen das Unbehagen als Subtext der filmischen Erzählung regiert. Die repetitive Gestaltung und stellenweise Dissoziation von Ton und Bild führt kinematographische Figuren der Ohnmacht vor Augen, deren Schlüssel das Hinhören und Gesehen-Werden ist.“ Christa Blümlinger
Biografien
Eva Brunner-Szabo geb. 1961 / Gert Tschögl geb. 1959
Leben und arbeiten in Wien und im Burgenland. Seit 1995 gemeinsame Projekte, seit 2000 unter dem Label memoryPROJECTS (www.memoryprojects.at). Fotografische und multimediale Arbeiten, Kunst im öffentlichen Raum, Internetprojekte im Bereich zwischen Kunst und Wissenschaft. Arbeitsbereich auf künstlerischem und wissenschaftlichem Gebiet: Geschichte und Erinnerung.
Preise:
2002 „Brunnenviertel Fotoalbum“ (Anerkennung beim Spezialpreis für Kommunikation mit Museen)
2001 „Museum der Erinnerungen. Burgenländische Fotogeschichten“ (Kulturpreis des Landes Burgenland für Erwachsenenbildung)
1999 „Museu de memòries"(Realisierungspreis der Art Públic Calaf)
1998 „Museum der Erinnerungen - European Version" (Web-Book-Award)
Festivalteilnahmen – Auswahl:
2007 SOHO in Ottakring, Wien
2006 Onufri Festival, National Gallery Tirana; Io ho visto il mare Triest
2005 Diagonale Graz
2004 Canarias Media Festival, Santa Cruz de Gran Canaria
2001 File-Festival Museu de Imagem e som, São Paulo; Cinemateca Curitiba/ Brasilien
1999 Nomination für die Multimedia Competition des Stuttgarter Filmwinter
1999 Backlight - 5. Int. Triennial for Photography Tampere/Finland
1998 ciber@rt Valencia
1997 OSTRANENIE 97 (Int. Electronic Media Forum) Dessau
Gemeinsame Arbeiten – Auswahl:
2006/07 „TransitTriest“ (Fotoinstallation), Molo Audace Triest, Soho in Ottakring Wien
2006 KulturHerbst, ORF Burgenland „Images in Transition“ (2 Projektoren DVD-Installation)
2005 NowHere Europe, Collaborative Project 51.Biennale di Venezia „Museu de Memòries“,
Katalog 2004 „Tirana map of viewless memories” (mixed media Installation, Internetprojekt,
Video) Lindart Center Tirana, Medienwerkstatt Wien
2004 „Soho kocht” (Public Art Projekt), SOHO in Ottakring, Wien, Buch
2003 „Archiv des Meeres“ (mixed media Installation, Fotogalerie Wien, Katalog
2000/01„Museu de Memòries", Art Pùblic Calaf 99-2000 (Fotoinstallation im öffentlichen Raum,
Public Art Projekt). Ausstellungen in: Calaf - Plaza dels Arbres; La Capella, Barcelona; Sala
AmadÌs, Madrid (2000), Escuela de artes i oficios, Vic/Spanien; Can Massallera, Sant Boi de
Llobregat/Spanien (2001), Kataloge
1998/99 „Museum der Erinnerungen - Burgenländische Fotogeschichten“ (Public Art Projekt, Foto-
Text-Montagen, Fotoinstallationen, Internetprojekt). Ausstellungen in: LBG im „Leinnerhaus”
Eisenstadt; OHO-Galerie Oberwart; Kuga-Galerie Großwarasdorf (1998); Dorfgalerie
Neumarkt a.d.Raab; Literaturhaus Mattersburg; IWM Wien (2002)
1997/98 „Museum der Erinnerungen - European Version“ (Public Art Projekt
1995 „Japanische Briefe“, 18:33 min, Farbe, S/W, Video
1994/95 „Tagebuch der Republik“, Fotoplakataktion im öffentlichen Raum in Wien (38 digitale Foto-
Plakate 1918-1955), Standorte: Bahnhof Hütteldorf, Meidling, Praterstern, U-Bahnstation
Volkstheater; Ausstellungen: Galerie im Arkadenhof - Rathaus Wien; Feldkirch/Vorarlberg (1995) „Fotografien zur Österreichischen Geschichte“, Forum Schloss Wolkersdorf (1996), Museum
auf Abruf Wien (2002)
Andrea Faciu
lebt und arbeitet in München und Berlin
1977 geboren 1977 in Bukarest
1987 - 1991 Kunstgymnasium Nicolae Tonitza, Bukarest
1997 - 2004 Akademie der Bildenden Künste München, Klasse Olaf Metzel, Freie Bildhauerei, Diplom
2001 MAHAG-Kunstförderpreis, München
2002 Stipendium für ausländische Studierende, Akademie der Bildenden Künste, München
2003 Kunstförderpreis der Dannerstiftung, München
Ersterscheinung der Fotoarbeit "Venezia, Venezia ..." im Kunstkalender der LfA Förderbank Bayern
2004 Arbeitsstipendium 2004-2005 der Jürgen Ponto-Stiftung, Frankfurt
2005 Förderstipendium 2005-2007 der Günther-Peill-Stiftung, Düren
Debütantenpreis, Akademie der Bildenden Künste, München
2006 ars viva 06/07 - Erzählung/Narration,
Kunstförderpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI, Berlin
Backyard Residency - New Program of Artists - Residences in South-East Europe between Vector Association, Iasi, RO // Platform Garanti Contemporary Art Centre, Istanbul, TR // new media center_kuda.org, Novi Sad - Belgrade, SCG
2007 Villa Romana-Preisträgerin
Dejan Kaludjerović
Born in Belgrade in 1972.
1991 – 1993 Studied at SVA, New York, NY
1996 – 2004 Faculty of Fine Arts in Belgrade (BFA, MFA)
2003/04 Academy of Applied Arts, Vienna, prof. Erwin Wurm’s class.
Lives and works in Vienna and Belgrade.
Representative:
Gallery Blickensdorff, Berlin; Gallery Steinek, Vienna, Gallery Ganes Prat, Ljubljana;
Prices/Residencies:
2005 Unidee in residence – Cittadellarte-Fondazione Pistoletto, Biella – Italy
2002 AIR in Vienna – Program of IG BILDENDE KUNST supported by Kultur Kontakt Austria
Public Collections:
KUNSTHALLE WIEN – Ursula Blickle videoarchiv, Vienna, Austria; Telenor collection, Belgrade, Serbia; KONTAKT-COLLECTION, Vienna, Austria; Siemens, Austria; Stadt Wien, Austria;
Gesellschaft der Freunde der bildenden Künste, Vienna, Austria;
Solo exhibitions (selection):
2008 Gallery Blickensdorff, Berlin, Germany, „Can I CHANGE MY Carreer For a Little Fun?“
Gallery Ganes Pratt, Ljubljana, Slovenia, “Can I Change My Career For a Little Fun?”
2007 Museum of Contemporary Arts Belgrade, Serbia, “Can I Change My Carrer For a Little Fun?” curator Marina Martić
Mimar Sinan Fine Art University, Istanbul, Turkey, “Europoly” curator Beral Madra
Gallery Steineck, Vienna, Austria, “Can I Change My Career For a Little Fun?”
2006 Gallery A+A, Venice, Italy, “Europoly”
Gallery Eigenheim, Weimar, Germany “Europoly”
2005 Gallery Blickensdorff, Berlin, Germany, „Keine Angst vor kleinen Tieren“
2004 Gallery Beograd, Belgrade, Serbia, „Genocide“
2003 Gallery Remont, Belgrade, Serbia, „Electric girl“
Museum Sammlung Essl – “emerging artist 03”, Vienna, Austria, “Tomorrow Belongs To Us?” Group exhibitions (selection):
2007 Landesgalerie Linz am OÖ Landesmuseum, Linz, Austria, „aus der Sammlung: Kinderzimmer“ curators Astrid Hofstetter and Dagmar Höss
Espace Apollonia, Strasbourg, France, „Land of promises/ Terre de promeeses“ curator Ana
Adamović
Museum of Contemporary Art of Vojvodina, Novi Sad, Serbia, „Lollypop, Body and Con-
sumption“ curator Sanja Kojić Mladenov
Museum of Contemporary Art, Belgrade, Serbia, “The Disappearance of Public Space” curator
Goran Petrović
2006 RLBQ Gallery, Marseille, France, „Videoisme – Insignifiantes destructions et autres formes de
violence“ curator Charlie Jeffery
Stadsschouwburg, Amsterdam, Netherland, “Identifixatie” curator Nat Muller
Cittadellarte – Fondazione Pistoletto, Biella, Italy, “Art at the Centre”
Arhangelsk Art Museum, St. Petersburg, Russia, „International video art collection from
Blickensdorff gallery in St. Petersburg”
2005 46th International October Salon, Belgrade, „Art That Works / Cath Me“ curator Darka
Radosavljević and Nebojša Vilić
Weinstadt Museum, Krems, Austria and Museum of Art, Györ, Hungary, “Herzensschrei (The
crying heart) – The child in the view of the arts. Austria and Hungary 1990 – 2005“ curator Dr.
Erika Patka
Kunstpavillion, Innsbruck, Austria, „Can’t remember my own dreams“ curator Hannah Stippl
2004 Bucharest Biennial, Romania, “The Violence of the Image / The Image of Violence
45th International October Salon, Belgrade, Serbia, “Continental Breakfast Belgrade” curator
Anda Rottenberg
Museum of Modern Art, Saint-Etienne, France, „Passage d’Europe“ curator Lorand Hegyi
Gallery Studio, Budapest, Hungary, “What do you know about us?” curators H. Stippl, D.Höss,
R. Kelmann
2003 44th October Salon, Belgrade, Serbia, „Positive/Negative“ curator Milanka Todić
1st Beijing International Art Bienniale, China
Wolfram P. Kastner
1947 in München geboren
1966-72 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Robert Jacobsen, Franz
Nagel, Thomas Zacharias
Studium an der Universität München: Germanistik, Psychologie, Pädagogik, Kunstgeschichte,
Politische Wissenschaften, Soziologie
1972 Publikationen zur Kreativitätsforschung
1973-79 Referent für Politische Bildung, Hochschule, Kultur, Ausländer und Berufsbildung beim
Deutschen Gewerkschaftsbund
1978-79 Gründung des extra-Verlags, Verlagsarbeit
1979 „freischaffender“ Künstler, Malerei, Zeichnung und Fotografie
ab 1982 zunehmend Aktionen, Konzepte, Installationen und interdisziplinäre Projekte
1980ff Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Heidelberg,
Mannheim, München, Rotterdam, Salzburg, Wien
1982 ff öffentliche Aktionen, Interventionen und SehStörungen
1984 Atelier in Berlin
1988 Gründung der Kurt-Eisner-Kulturstiftung
1989 Gastatelier im Künstlerhaus Salzburg
1992f Reisen in die USA
1994ff Vorträge und Gastvorlesungen, in Hochschulen, Akademien, Bildungseinrichtungen, VHS,
Stiftungen, Schulen ...
2001 Leitung einer Klasse der „Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg 2001
2005 German Jewish History Award/ Arthur Obermayer Foundation, Boston
2005 Fonds Soziokultur/Bundeskulturstiftung: Förderung des Projektes “Nichts zu sehen?”
gegen die sog. „Judensau“-Skulpturen an deutschen Kirchen
2007 „Furchtbare Wege“ Projekt zur Erinnerung an den Todesmarsch ungarischer Juden im April
1945 (im Rahmen des Festival der Regionen Oberösterreich)
Martin Krenn
born 1970 in Vienna
1991-1997 University of Applied Arts, Vienna
1992-1996 University of Music (electronic Music), Vienna
2002 - 2006 teaching at the Academy of Fine Arts, Vienna
since 2006 teaching at the University of Applied Arts, Vienna
since 2006 president of IG Bildende Kunst (artists association of Austria)
Solo-exhibitions and Projects:
2007 ”Right to stay”, part of “Wir sind viele/crossing cultures”, Performance, Billboardobject, Graz
2006 "Einbahnstraße - Arbeiten und Projekte von Martin Krenn", Galerie vor Ort, Vienna (A)
"Monument für die Niederlage - Zeit der Befreiung 1945-1947" (Version II), temporary monument Installation, public space, Mexikoplatz, Vienna (A) {with C. Martinz-Turek, N. Sternfeld, L. Ziaja}
2005 "Monument für die Niederlage - Zeit der Befreiung 1945-1947", temporary monument Instal-lation, public space, Ostarrichipark, Vienna (A) {with C. Martinz-Turek, N. Sternfeld, L. Ziaja}
2004 "City Views", Austriackie Forum Kultury, Warsaw (P)
"City Views", Centre d'art Passerelle, Brest (F)
"City Views", Mala galerija/Cankarjev Dom, Ljubljana (SI)
"City Views", Schaufenstergalerie maiz, Linz (A)
"European Corrections Corporation", Container-Installation in Munich, in cooperation with Kunstraum München (GER) {with O. Ressler}
2003 "European Corrections Corporation", in cooperation with Galerie der Stadt Wels (A), Container-Installation, public space in Wels (A), {with O. Ressler}
2001 "Border Crossing Services", Kunstraum Lüneburg (GER), Bulk mail at the Austrian/ Slovenian border region and public space {with O. Ressler}
"Rückgabe", Galerie 5020., Salzburg (A), {with W. P. Kastner}
"Demonstrate!", Centre d'art Passerelle, Brest (F)
"Demonstrate!", Widerstandskobel, University of Linz (A)
2000 "Demonstrate!", Salzburger Kunstverein, Salzburg (A)
"Demo-Stickers", Webproject
Tim Sharp
Bildender Künstler (Film, Video, Fotografie), Autor
Geboren 1947 in Perth, Schottland
Lebt und arbeitet in Wien
Weitere Projekte:
The Trapdoor, Found Footage Film, 16mm (blow up from N 8, S 8, 9,5 mm) 2005
The Peter Kien Projekt, Multimedia, 1989-92
Palais de Justice, Video, 2004
Nightlines, Malerei und Objekte, 1985-89
Mock Risk Games, Malerei, 1980-87
Publikationen:
Das Peter Kien Projekt, Katalog
Sightseeing (Katalog, englisch, deutsch und Braille)
Phantom Fremdes Wien, Wieser Verlag, 2004
Verleih und Vertrieb:
Sixpack Film, Wien





